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Endpunkte (Observer)
Welche Analysen Sie im Modul Endpunkte erhalten und wie diese zu interpretieren sind, erfahren Sie hier.

Übersicht

Der Observer steht für den “Blick von Außen”. Er untersucht, welche Informationen man alleine durch die Beobachtung Ihrer Endpunkte von außen gewinnen kann, ohne internen Zugang zu den Systemen zu haben.
Ein dauerhaftes Monitoring des Observers kann nur gewährleistet werden, wenn die IP-Adressen, von denen aus die Überwachung stattfindet nicht durch Firewall-Regeln blockiert werden. Schalten Sie die folgenden IP-Adressen ggf. frei oder leiten Sie diese an Ihren Hoster/Provider weiter:
164.90.185.111 164.90.231.250 142.93.119.55 142.93.119.52 138.68.93.235 138.68.71.130 139.59.155.98
Optional können Sie alle A-Records von dieser Domain erlauben: observers.enginsight.com

Was ist ein Endpunkt?

Unter einem Endpunkt verstehen wir Webseiten, Domains, URLs, Hostnames, IP-Adresse, die von außen über das Netzwerk (z. B. Internet) erreichbar sind.

Einen neuen Endpunkt anlegen

Wie bei Enginsight ein Endpunkt angelegt wird, erklären wir in unserem Video: "Deine 5 ersten Schritte":

Observer

Um einen Endpunkt zu überwachen, brauchen Sie einen Observer. Als SaaS-Kunde können Sie bereits von uns zu Verfügung gestellte Observer nutzen. Wir bieten einen Observer mit Standort in Frankfurt am Main sowie in East Virginia (USA).

Observer hinzufügen

Möchten Sie als SaaS-Kunde weitere Standorte hinzufügen, bspw. um Zugriff auf Endpunkte im Intranet zu ermöglichen, können Sie dies in beliebiger Anzahl tun. Als On-Premises-Kunde müssen Sie stets einen Observer installieren, um Endpunkte zu überwachen. Dazu benötigen Sie einen linuxbetriebenen Server (Debian, Ubuntu, CentOS). Sie können selbstverständlich auch mit einer virtuellen Maschine arbeiten.
    1.
    Gehen Sie auf Endpunkte → Observers→ Observer hinzufügen.
    2.
    Führen Sie das Installationsskript mit Root-Rechten auf dem gewünschten Linux-Gerät aus.
Der Observer verbindet sich automatisch mit der Enginsight-Plattform.

Observer konfigurieren

Im Anschluss an die Installation müssen Sie Ihren Observer konfigurieren. Klicken Sie dazu einfach auf den von Ihnen installierten Observer.
    1.
    Vergeben Sie einen Alias, um Ihrem Observer eine eindeutige Bezeichnung zuzuordnen.
    2.
    Legen Sie fest, wie viele Endpunkte der Observer parallel bearbeiten soll. Die korrekte Einstellung ist abhängig von der Performance, die Sie dem Observer zu Verfügung stellen. Als Standardeinstellung wählen wir 2. Passen Sie diese Einstellung gegebenenfalls an.
    3.
    Legen Sie die Region fest, die der Observer zugeordnet sein soll (bspw. London, Serverraum...)
    4.
    Schalten Sie die gewünschten Funktionen an.
    5.
    On-Premises: Bei eigener On-Premises-Installation können Sie einen Observer als dedizierten Observer einer speziellen Organisation nutzen oder den Observer für alle Organisationen freigeben. Wählen Sie Ihren Präferenzen entsprechend die Option "Dedizierter Observer".
Ordnen Sie mehrere Observer der gleichen Region zu, teilen sie sich die Überwachung der Endpunkte automatisch auf.

Logs auslesen

Um aktuelle Logs der Softwarekomponente Observer abzurufen haben Sie zwei Möglichkeiten.

Über die Benutzeroberfläche: Logs-Button

Klicken Sie unter Endpunkte → Observers auf den 'Logs'-Button.
Nachdem Sie auf den Logs-Button geklickt haben, werden die aktuellen Logs abgerufen. Die Übertragung ist auf 2MB beschränkt.
Wie weit die Logs in die Vergangenheit zurückreichen, hängt außerdem von der Konfiguration und der Auslastung des Servers ab.

Auf dem Observer-Server: Logs abrufen und abspeichern

Haben Sie Zugriff auf den Observer-Server können Sie die aktuellen Logs auch selbst auslesen. Am besten speichern Sie sich die Logs selbst in eine .txt-Datei ab.
Nutzen Sie dazu die unten stehenden Befehle. Passen Sie zuvor den Dateinamen an.
Debian:
1
cat /var/log/syslog | grep -a observer-m9 > /tmp/<dateiname>.txt
Copied!
CentOS:
1
cat /var/log/messages | grep -a observer-m9 > /tmp/<dateiname>.txt
Copied!
Wie weit die Logs in die Vergangenheit zurückreichen, hängt von der Konfiguration und der Auslastung des Servers ab.

Endpunktinformationen

Die ermittelten Security-Monitoring-Daten werden Ihnen übersichtlich in Unterseiten dargestellt. Ein Rating (A+ bis F) der einzelnen Kategorien hilft Ihnen, direkt festzustellen, ob Handlungsbedarf besteht.

Übersicht

Hier finden Sie einen Überblick über den Endpunkt aus der Vogelperspektive. Sie erhalten erste Daten und ein Rating zu den Webseitenantwortzeiten, HTTP-Headers, SSL/TLS, Apps und PortScan.

Webseite

Hier können Sie die Verfügbarkeit und Reaktionszeiten ihrer Webseite beobachten.
Sie erhalten folgenden Wert zu jeder Region, von der aus Sie die Webseite überwachen:
Bezeichnung
Erklärung
connect
Der Zeitpunkt, an dem der Verbindungsaufbau mit dem Server abgeschlossen wurde.
dnsLookup
Der Zeitpunkt, an dem der Domain Name Lookup beendet wurde.
preTransfer
Der Zeitpunkt, an dem mit der Übertragung des tatsächlichen Dokuments begonnen wird.
total
Der Zeitpunkt, an dem der Besucher das letzte Byte des Dokuments vom Server erhalten hat bzw. die Transportverbindung geschlossen wurde.
firstContentfulPaint
Der Zeitpunkt, an dem das erste Element geladen und für den Besucher sichtbar wird.
domComplete
Der Zeitpunkt, an dem die gesamte Seite mit all ihren Unterressourcen geladen und die Verarbeitung damit abgeschlossen ist.

Human Accessible

In den erweiterten Einstellungen deiner Endpunkte können Sie festlegen, wann eine Webseite als erreichbar angesehen werden soll. Standardmäßig gehen wir von einer menschlichen Erreichbarkeit aus. Das heißt, wenn der Status Code 200 zurückgegeben wird. Deaktivieren Sie die Option ‚Human Accessible‘ wird der Status Code nicht mehr berücksichtigt und lediglich die technische Erreichbarkeit geprüft.

Weiterleitungen

Hier erhalten Sie zunächst eine Übersicht, wie der Observer beim Aufruf des Endpunktes weitergeleitet wird.
In den Einstellungen können Sie jedoch auch manuell festlegen, welche Weiterleitungen überprüft werden sollen. So stellen Sie sicher, dass beim Umbau Ihrer Webseite oder bei punktuellen Anpassungen keine Weiterleitungen unbemerkt ins Leere laufen. Um die Überprüfung einer Weiterleitung hinzuzufügen, gehen Sie folgendermaßen vor:
    1.
    Gehen Sie in die Einstellungen des Endpunktes und öffnen Sie die Sektion "Weiterleitungen".
    2.
    Klicken Sie auf "Weiterleitung hinzufügen".
    3.
    Geben Sie Quelle, Zieladresse sowie den jeweiligen Status Code der Weiterleitung an.
    4.
    Aktivieren Sie die Option HTTP/HTTPS, wenn stets sowohl HTTP als auch HTTPS überwacht werden soll.
    5.
    Speichern Sie die Änderung.

BSI

In der Technischen Richtlinie BSI TR-03116-4 gibt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) Vorgaben und Empfehlungen zur sicheren SSL/TLS-Konfiguration. Die Richtline ist ein guter Indikator zur Bewertung der SSL/TLS-Konfiguration.
Für jeden hinzugefügten Endpunkt ermittelt Enginsight automatisch den Anteil der Anforderungen und Empfehlungen, die umgesetzt sind. Ab einem Anteil von 85% gehen wir von einer guten SSL/TLS-Konfiguration aus. Sind weniger als 70% umgesetzt, definieren wir die Konfiguration als kritisch.

DNS

Mit dem Domain Name System (DNS) konfigurieren Sie verschiedene Aspekte Ihrer Domain. DNS ist zum Beispiel notwendig, um der Domain die passende IP zuzuordnen. Für den reibungslosen Betrieb der Webseite ist eine ordnungsgemäße Konfiguration notwendig. Überwache Sie Ihre DNS-Einstellungen mit dem Monitoring Ihrer DNS-Records.
Alle DNS-Records erhalten Sie in einer übersichtlichen Liste. Darüber hinaus überprüft Enginsight spezifische, sicherheitsrelevante DNS-Records.

DNS Validierungstests

Um den Missbrauch Ihrer Domain zu verhindern und die SSL/TLS-Verbindung abzusichern, sollten Sie speziell dafür entwickelte DNS-Records einsetzen: CAA, SPF, DMARC. Der Observer überprüft daher gezielt auf diese drei Records und validiert die gesetzten Werte. Besteht der Record eine Validierung erhältst, du einen grünen Haken. Ansonsten gibt Enginsight eine Warnung aus.
Bei diesem Endpunkte fehlen alle drei DNS-Records.
Hier hingegen bestehen alle drei DNS-Records die Validierung.

CAA-Record (Certification Authority Authorization)

Mit einem CAA-Record legt der Domaininhaber fest, welche Certificate Authority Authorization ein SSL/TLS-Zertifikat ausstellen darf. Der Observer prüft auf:
    Fehlende Kontaktadresse für DNS CAA Es ist keine Kontaktadresse vergeben (iodef).
    Ungültige Kontaktadresse für DNS CAA Die Kontaktadresse (iodef) enthält für E-Mails ungültige Zeichen und/oder ein ungültiges E-Mail-Format (nicht [email protected])
    Unkonventionelle Zertifizierungsstelle Die verwendete Zertifizierungsstelle (issue, wildissue) befindet sich nicht auf unserer Whitelist. Diese umfasst: letsencrypt.org, globalsign.com, sectigo.com, camerfirma.com, accv.es, actalis.it, amazon.com, pki.apple.com, atos.net, buypass.com, aoc.cat, certigna.fr, www.certinomis.com, ecert.gov.hk, certsign.ro, certum.pl

SPF-Record (Sender Policy Framework)

Das SPF-Protokoll ermöglicht, IP-Adresse zur Versendung von E-Mails mit der Domain zu berechtigen. So kann Dritten untersagt werden, den Domainnamen missbräuchlich zu verwenden. Der Record ist effektiv, um Phishing-Mails mit der Domain zu verhindern. Wir validieren:
    Veraltete SPF-Version Check der verwendeten SPF-Version (v), momentan existiert lediglich SPF1.
    Mehrere SPF-Einträge vorhanden Nutze niemals mehrere SPF-Einträge. Fasse stattdessen mehrere SPF in einem einzigen Eintrag zusammen.
    SPF-Eintrag enthält Zeichen nach ALL Nach dem fakultativen ALL-Eintrag dürfen keine weiteren Einträge folgen.
    Fehlerhafte SPF Syntax Der Eintrag enthält unbekannte Einträge (bekannt sind: spf1, mx, ip4, ip6, exists, include, all, a, redirect, exp, ptr) und/oder unerlaubte Zeichen.

DMARC-Record (Domain-based Message Authentication, Reporting and Conformance)

Der DMARC-Record legt ein Vorgehen fest, was unternommen werden soll, wenn die Domain von einer nicht berechtigten IP zum Versenden einer E-Mail verwendet wird. Enginsight checkt:
    Ungültige DMARC Policy Die DMARC Policy (p) hat keinen gewöhnlichen Wert. Gewöhnliche Werte sind: none: Das Versenden der E-Mails wird nicht beeinträchtigt. Du erhältst lediglich eine Benachrichtigung. quarantine: E-Mails, welche die DMARC-Überprüfung nicht bestehen, landen beim Empfänger im Spam-Ordner. reject: E-Mail, welche die DMARC-Überprüfung nicht bestehen, sollen vom Empfänger zurückgewiesen werden.
    Ungültige DMARC Subdomain Policy Die DMARC Subdomain Policy (sp) hat keinen gewöhnlichen Wert (Werte siehe: DMARC Policy)
    Ungültige DMARC prozentuale Filterangabe Mit der optionalen prozentualen Filterangabe (pct) kann festgelegt werden, wieviel Prozent der Nachrichten einer Filterung unterzogen werden. Der Wert muss daher zwischen 1 und 100 liegen.
    Ungültige DMARC Adresse für Report-Emails Die Report-E-Mailadresse enthält ungültige Zeichen oder ein ungültiges E-Mail-Format (nicht [email protected])
    Ungültige DMARC Protokollversion Die Version von DMARC (v) muss DMARC1 lauten.

Alarme: Ungültiger SPF DNS-Record, Ungültiger CAA DNS-Record

Um unmittelbar Meldung über fehlerhafte DNS-Records zu erhalten, schalten Sie Alarme auf Ihre Endpunkte. Mit dem Alarm „Ungültiger CAA DNS-Record“ können Sie sich über fehlerhafte CAA DNS-Records informieren lassen. Der Alarm „Ungültiger SPF DNS-Record“ warnt bei fehlerhaftem SPF-Recorrd.

SSL/TLS

Erhalten Sie Einblicke in Ihre SSL/TLS-Konfigurationen und überprüfen Sie, ob die Verschlüsselung den aktuellen Sicherheitsstandards entspricht.

Zertifikat

Entnehmen Sie der Übersicht Informationen zum verwendeten Zertifikat, z.B. über die Gültigkeit, den verwendeten öffentlichen Schlüssel, welcher Domain das Zertifikat zugeordnet wurde und welche Zertifizierungsstelle es ausgestellt hat.

Security Checks

Unsere Security Checks überprüfen die SSL/TLS-Verschlüsselung auf bekannte Schwachstellen, die durch Fehlkonfigurationen oder die Verwendung veralteter Technologien entstehen. Dies sind:
Titel
Beschreibung
Unterstützt SSL/TLS Kompression
Von der Verwendung der Kompression wird abgeraten, da sie SSL/TLS angreifbar macht (insbesondere für CRIME, Compression Ratio Info-leak Made Easy).
Keine Unterstützung für Secure Renegotiation
Secure Renegotiation stellt sicher, dass keine Überlastung möglich ist, wenn ein Client ständig neue Schlüssel anfordert. Anfragen werden dann geblockt und eine DDos-Attacke verhindert.
Unterstützt schwache SSL/TLS Chiffre
SSL/TLS-Chiffren legen fest, mit welchen Verschlüsselungsalgorithmen Schlüssel getauscht werden und wie die Kommunikation abgesichert wird. Werden unsichere SSL/TLS-Chiffren angeboten, ist die hergestellte Verbindung nicht mehr sicher.
Schwacher Diffie-Hellman Parameter
Es wird eine unsichere Schlüsselaustausch-Methode verwendet.
Unterstützt anonyme Chiffren
Anonyme Chiffren sind unsicher und sollten nicht verwendet werden.
Unterstützt gefährdete Chiffren
Chiffren, die unsichere kryptographischer Verfahren beinhalten, sollten nicht angeboten werden.
Unsicheres SSL/TLS Protokoll
Es sollten nur sichere Protokolle zur Verschlüsselung angeboten werden.
Anfällig für NULL Pointer Dereference
Anfällig für DROWN
Mit Hilfe des veralteten SSLv2 lässt sich aufgezeichneter TLS-Traffic knacken.
Anfällig für FREAK
Bei einer FREAK-Attacke werden die Kommunikationspartner dazu gebracht, sich auf eine unsichere Verschlüsselungsmethode zu einigen, obwohl sichere Verfahren zu Verfügung stehen.
Unterstützt nicht das neuste Protokoll (TLSv1.3)
Das neuste und sicherste Protokoll TLSv1.3 wird nicht unterstützt.
Anfällig für Logjam Attacken
Indem eine Schwachstelle im Diffie-Hellman-Schlüsselaustausch ausgenutzt wird, kommen Angreifer an die geheimen Schlüssel.
Chiffre unterstützt MD5
MD5 gilt nicht mehr als ausreichend sicher und sollte daher nicht verwendet werden.
Unterstützt Null-Chiffren-Verschlüsselung
Eine Null-Chiffre bedeutet, es wird gar keine Verschlüsselung verwendet. Dies ist jenseits von Testzwecken niemals zu empfehlen.
Unterstützt für Poodle-Attacken anfällige Chiffren
Poodle-Attacken nutzen eine Sicherheitslücke in SSL 3.0, sodass verschlüsselte Informationen einer SSL 3.0 Verbindung offen gelegt werden können.
Unterstützt RC4 Chiffren
RC4 gilt nicht mehr als ausreichend sicher und sollte daher nicht verwendet warden.
Anfällig für SLOTH Attacke
Schwache Hashfunktionen (MD5, SHA-1) erlauben eine SLOTH (Security Losses from Obsolete and Truncated Transcript Hashes) Attacke.
Anfällig nach Maßgabe des BSI
Die SSL/TLS-Verschlüsselung entspricht nicht den Maßgaben des BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik).
Keine Unterstütztung für Perfect Forward Secrecy (PFS)
Perfect Forward Secrecy stellt sicher, dass der jeweils neu ausgehandelte Sitzungsschlüssel nicht aus dem Langzeitschlüssel rekonstruiert werden kann.
Keine Unterstützung für Authenticated Encryption (AEAD) Chiffren
Anfällig für Sweet32 Attacken
Die Stream-Chiffre RC4 macht die Verbindung anfällig für Sweet32 Attacken.
Unterstützt schwache Protokolle
Schwache, veraltete Protokolle gefährden die Sicherheit der SSL/TLS-Verbindung.
Kein Zertifikatsaussteller ermittelbar
SSL/TLS-Zertifikate werden von Certification Authoritys (CA) herausgegeben. Der Herausgeber muss ermittelbar sein.
Zertifikat CRL nicht erreichbar
Zertifikatssignatur nicht entschlüsselbar
Die Signatur eines Zertifikats ermöglicht es einem Dritten die Identität des Zertifikatsbesitzers zu bestätigen. Sie sollte daher lesbar sein.
CRL Signatur nicht entschlüsselbar
Öffentlicher Schlüssel nicht dekodierbar
Der öffentliche Schlüssel (public key) dient dazu, einen sicheren Schlüsselaustausch zu ermöglichen. Er sollte daher dekodierbar sein.
Ungültige Zertifikatssignatur
Ungültige CRL (Certificate Revokation List) signature
Ungültiges Zertifikat
Ungültigen Zertifikaten wurde das Vertrauen entzogen. Sie sollten nicht mehr verwendet werden.
Ungültiges Ablaufdatum des Zertifikats
Das Ablaufdatum des verwendeten Zertifikats ist nicht korrekt.
Ungültige CRL (Certificate Revokation List)
Die verwendete Zertifikatsperrliste ist ungültig.
Ablauf der Gültigkeit der CRL (Certificate Revokation List)
Der Gültigkeitszeitraum der verwendeten Zertifikatsperrliste ist abgelaufen.
Formatfehler im notbefore Feld des Zertifikats
Das notbefore-Feld enhält eine ungültige Zeit.
Formatfehler im notafter Feld des Zertifikats
Das notafter-Feld enhält eine ungültige Zeit.
Formatfehler im Feld lastupdate von crl
Das lastupdate-Feld enhält eine ungültige Zeit.
Selbstsigniertes Zertifikat
Selbst signierte Zertifikate sind nicht in der Lage die Authentizität zu bestätigen und daher nicht zu empfehlen.
Selbstsigniertes Zertifikat in der Zertifikatskette
Selbst signierte Zertifikate sind nicht in der Lage die Authentizität zu bestätigen und daher nicht zu empfehlen
Lokales Aussteller-Zertifikat nicht verfügbar
Das erste Zertifikat konnte nicht verifiziert werden
Zertifikatskette zu lang
Zertifikat widerrufen
Das verwendete Zertifikat wurde widerrufen und sollte nicht mehr verwendet werden.
Ungültiges CA-Zertifikat
Das von der Zertifizierungsstelle (Certificate Authority) ausgegebene Zertifikat ist ungültig.
Pfadlängenbeschränkung überschritten
Nicht unterstützter Zertifikatszweck
Zertifikat ist nicht vertrauenswürdig
Das verwendete Zertifikat wird als nicht vertrauenswürdig angesehen.
Zertifikat abgelehnt
Das verwendete Zertifikat verursacht Probleme und wird daher abgelehnt.
Abweichung zwischen Zertifizierungsstelle und Aussteller
Zertifizierungsstelle und Aussteller passen nicht zusammen.
Abweichung zwischen Zertifizierungsstelle und Seriennummer des Ausstellers
Zertifizierungsstelle und Seriennummer des Ausstellers passen nicht zusammen.
Die Schlüsselverwendung berücksichtigt nicht das Signieren von Zertifikaten
Abgelaufenes Zertifikat
Wenn das Zertifikat abgelaufen ist, wird es ungültig und du kannst keine sicheren Transaktionen mehr durchführen.
Es kann vorkommen, dass in Enginsight ein Zertifikat als nicht verifizierbar markiert wird, obwohl Ihr Browser keine Fehlermeldung ausgibt, wenn Sie die Domain dort aufrufen. Dabei handelt es sich um keinen False Positive. In diesem Fall hat Ihr Browser die Zertifikatkette einer gängigen Certification Authority (CA) gecasht, weshalb er die Zertifikatskette nachvollziehen kann. Es handelt sich dennoch um keine korrekte Konfiguration Ihrer SSL/TLS-Verschlüsselung, da der Verweis auf das Root Zertifikat in der Zertifikatskette fehlt.

Unterstützte Protokolle

Sie erhalten eine Übersicht aller unterstützten Protokolle, die mit der Best Practice abgeglichen werden. Ein Rating gibt an, wie kritisch Abweichungen von der Empfehlung sind.

Unterstützte Chiffren

Sie erhalten eine Übersicht aller unterstützten Chiffren, die mit der Best Practice abgeglichen werden. Ein Rating gibt an, wie kritisch Abweichungen von der Empfehlung sind.

SSL/TLS Zertifikate mit Alarmen überwachen

Apps

Hier finden Sie alle Informationen zur Anwendungsumgebung des Endpunktes, die sich von außen detektieren lässt. Der Observer erstellt ein Footprinting des Endpunktes und untersucht z.B. auf
    Programmiersprachen
    CMS
    Web Server
    Frameworks oder
    Libraries.
Je mehr Informationen ein Endpunkt über die verwendeten Technologien preisgibt, desto mehr Ansatzpunkte bieten sich Hackern, gezielte Attacken auf die Anwendungen zu fahren. Im Idealfall ist ein Endpunkt so konfiguriert und programmiert, dass sich wenig über die technische Basis erfahren lässt.
Alle aufgespürten Anwendungen werden Ihnen in einer übersichtlichen Liste präsentiert. Sie erhalten eine Einschätzung, wie sicherheitskritisch es ist, die Anwendung von außen zu erkennen. Das heißt, wie hoch der Impact einer Kompromittierung wäre. Je höher die Kategorisierung ausfällt, desto wahrscheinlicher ist ein Totalausfall oder die Übernahme des Servers zu erwarten, wenn die entsprechende Technologie für ein Hacking genutzt wird.
Besonders kritisch ist die Detektion von Technologien in Kombination mit einer Versionserkennung. Versionen ermöglichen es, für die entsprechende Technologien bekannte Sicherheitslücken (CVE) nachzuschlagen und im Anschluss gezielte Attacken zu fahren.
Vor diesem Hintergrund haben wir uns für die folgende Kategorisierung entschieden:
    HIGH: Backend-relevante Technologien, die ein hohes Risiko für schwerwiegende Attacken darstellen. z.B. CMS, Wikis, Blogs, Ecommerce, CI, Programming languages, Databases, Runtimes, Operating systems, Message boards, Web server extensions, Hosting panels, Issue trackers
    MEDIUM: Technologien mit mittlerem Risikograd. z.B. Webserver, Development, Managed CMS
    LOW: Sonstige Technologien z.B. UI Frameworks oder JavaScript Libraries
Falls keine Version erkennbar ist, reduziert sich die Kategorisierung. Backend-relevante Technologien erhalten ein Medium-Rating, als Medium kategorisierte Apps ein Low-Rating.
Als Nachweis erfahren Sie, wo der Observer die Anwendung erkannt hat: in einem HTTP-Header, einem Cookie oder im Code der Webseite selbst.
Werden zur detektierten Version bekannte Sicherheitslücken (CVE) festgestellt, sind diese in der Liste angegeben. Alle Sicherheitslücken von Anwendungen sind auch nochmals unter Sicherheitslücken gesondert gelistet.

HTTP-Headers

Hier erhalten Sie eine Analyse und Bewertung der von Ihnen über HTTP-Header vorgenommen Konfiguration der HTTP-Verbindung.

Gesetzte HTTP-Header

Alle gesetzten HTTP-Header werden in einer Übersicht gelistet und bewertet:
    OK: Die HTTP-Konfiguration entspricht den Empfehlungen.
    Vermeidbarer HTTP-Header: Die vorgenommene Konfiguration gibt unnötigerweise viele Informationen preis und macht die HTTP-Verbindung dadurch potenziell angreifbar.
    Unbekannter HTTP-Header: Es wurde ein unbekannter HTTP-Header erkannt, der potenziell Informationen preisgibt. Bitte überprüfen Sie die Notwendigkeit des HTTP-Headers und entfernen Sie ihn gegebenenfalls.

Test auf erforderliche HTTP-Header

Es wird überprüft, ob alle für die Sicherheit wichtigen Header gesetzt wurden. Das sind:
Name
Empfehlung
Beschreibung
Content-Security-Policy
Die HTTP Content-Security-Policy regelt welche Ressourcen in einer bestimmten Art und Weise im Browser geladen bzw. ausgeführt werden können.
Expect-CT
max-age=0
Der Expect-CT (Certificate Transparency) HTTP-Header legt fest, wie die CT Policy angewandt werden soll.
Feature-Policy
accelerometer 'none'; camera 'none'; geolocation 'none'; gyroscope 'none'; magnetometer 'none'; microphone 'none'; payment 'none'; usb 'none'
Die Feature-Policy bestimmt, welche Funktionen oder APIs eines Browsers verwendet werden dürfen.
Referrer-Policy
no-referrer-when-downgrade
Die Referrer-Policy stellt sicher, dass Referrer Informationen nur unter bestimmten Bedingungen gesendet werden dürfen.
Strict-Transport-Security
max-age=31536000;
includeSubDomains
Die HTTP Strict Transport Security (HSTS) ist ein Sicherheitsmechanismus für HTTPS-Verbindungen, der sowohl vor Aushebelung der Verbindungs-verschlüsselung als auch vor Session Hijacking schützt.
X-Content-Type-Options
nosniff
Der einzige definierte Wert “nosniff” untersagt dem Internet Explorer durch MIME-Sniffing einen anderen als den deklarierten Inhaltstyp zu bestimmen und anzuwenden.
X-Frame-Options
DENY
(SAMEORIGIN)
(ALLOW-FROM https://example.com/)
Die X-Frame-Options können verwendet werden, um zu bestimmen, ob ein aufrufender Browser die Zielseite in einem <frame>, <iframe> oder <object> rendern also einbetten darf.
X-XSS-Protection
1;
mode=block
Die X-XSS-Protection kann Browsern untersagen eine Zielseite zu laden, sofern eine Cross-Site Scripting (XSS) Attacke erkannt wird.
Sollten Header nicht korrekt gesetzt sein, wird eine Empfehlung ausgegeben.

PortScan

Hier können Sie Ihre Ports analysieren, die durch den Observer erreichbar sind. Die Bewertung (low, medium, high) gibt Ihnen an, ob die Ports üblicherweise öffentlich erreichbar sein sollten.
Der Observer überprüft die folgenden gewöhnlichen Ports:
Port
IANA Service
21
ftp
22
ssh
23
telnet
25
smtp
53
domain
80
http
106
3com-tsmux
110
pop3
111
sunrpc
123
ntp
135
epmap
137
netbios-ns
138
netbios-dgm
139
netbios-ssn
143
imap
161
snmp
389
ldap
443
https
445
microsoft-ds
465
urd
587
submission
993
imaps
995
pop3s
1433
ms-sql-s
1512
wins
1723
pptp
2222
EtherNet-IP-1
2483
ttc
2484
ttc-ssl
3306
mysql
3389
ms-wbt-server
4369
epmd
5432
postgresql
5666
nrpe
5672
amqp
5984
couchdb
6379
redis
8080
http-alt
8443
pcsync-https
8983
apache solr
27017
mongodb
Mit dem Endpunkt-Alarm "Neuer offener Port" können Sie einen Alarm schalten, sobald der Observer einen neuen offenen Port detektiert.

Sicherheitslücken

Lässt sich zu einer detektierten Anwendung die Versionsnummer verifizieren, prüft Enginsight die entsprechende Version auf bekannte Sicherheitslücken (CVE). In der Übersicht sehen Sie alle gefundenen Sicherheitslücken aufgelistet und bewertet.
Die Bewertung der Dringlichkeit ist abhängig vom CVSS Score und ob die Sicherheitslücke validiert werden konnte. Bei nicht validierten Sicherheitslücken, die mit [Unvalidated] gekennzeichnet werden, konnte nicht überprüft werden, ob die CVE bei dem verwendeten Betriebssystem wirksam wird.
    Critical: Validierte Sicherheitslücke: CVSS Score ≥ 9.
    High: Validierte Sicherheitslücke: 7 ≤ CVSS Score < 9.
    Medium: Validierte Sicherheitslücke: 4 ≤ CVSS Score < 7, unvalidierte Sicherheitslücke: CVSS Score ≥ 4.
    Low: Validierte Sicherheitslücke: CVSS Score < 4, unvalidierte Sicherheitslücke: CVSS Score < 4.
Sobald eine Sicherheitslücke (bspw. durch ein Update) geschlossen wurde, verschwindet Sie beim nächsten Scan durch den Observer automatisch aus der Übersicht.

Der Zertifikatsmanager

Zum Zertifikatsmanager gelangen Sie, indem Sie im Top Menü auf Endpunkte und dann im linken Sidebar Menü auf Zertifikatsmanager klicken. Hier finden Sie eine Übersicht Ihrer Zertifikate mit der Seriennummer (Serial), dem Aussteller (Issuer) des Zertifikats, den Alternative Names, eine Aufstellung in welchen Ressourcen das Zertifikat verwendet wird und wann das Zertifikat abläuft.
Klicken Sie auf das Bild, um es zu vergrößern

Berichte

Berichte sind Zusammenfassungen über Endpunkte, die in einem PDF ausgegeben werden. Sie können Berichte in den jeweiligen Endpunkten erstellen. Unter Endpunkte -> Berichte werden diese gesammelt dargestellt.
Um einen PDF Bericht für einen Endpunkt zu erstellen, gehen Sie im Top-Menü auf Endpunkte und wählen Sie anschließend den entsprechenden Endpunkt aus. Gehen Sie im linken Sidebar Menü zu Berichte.
Klicken Sie anschließend auf Report erstellen.
Warten Sie ein paar Sekunden, bis der PDF-Bericht erstellt wurde. Er wird auf Ihren PC heruntergeladen und in der Liste angezeigt.
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